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Konzept

Einleitung

Die Fachstelle für Suchtprävention behandelt Fragen zu Gesundheitsförderung, Suchtprävention und Sucht. Als Teil des Blauen Kreuzes (Prävention + Gesundheitsförderung) erbringt sie ihre Leistungen in Übereinstimmung mit dessen Leitbild und Strategie. Die Fachstelle arbeitet auf der Basis des vorliegenden Konzeptes. Es gibt Drittpersonen Auskunft über Grundlagen und Arbeitsweise der Fachstelle.

Begriffe und Problemverständnis

Suchtprävention zielt darauf ab, die Entstehung von Abhängigkeiten zu verhindern. Es wird zwischen Gesundheitsförderung, Primärprävention und Sekundärprävention unterschieden.

Gesundheit ist mehr als die Abwesenheit von Krankheit. Die Weltgesundheitsorganisation WHO versteht unter Gesundheit ein Gefühl des Wohlbefindens, das von körperlichen, psychischen und sozialen Faktoren beeinflusst werden kann. Gesundheitsförderung hat zum Ziel, Menschen darin zu unterstützen, ihr Leben aktiv und selbstverantwortlich zu gestalten und so einen gesunden Lebensstil zu entwickeln/zu erhalten. Primärprävention wird als Teil der Gesundheitsförderung verstanden. Sie will auf persönlicher und struktureller Ebene Schutzfaktoren fördern und Risikofaktoren verringern. Sekundärprävention beinhaltet Früherkennung und Frühintervention und zielt darauf ab, bestehende Gefährdungen und Risikoverhalten zu verringern und negative Folgeerscheinungen zu verhindern.

Angebote

Der Schwerpunkt der Fachstelle für Suchtprävention liegt in den Bereichen Gesundheitsförderung und Primärprävention.

Basisdienste

  • Workshops, Schulungen, Vorträge
  • Beratung(MultiplikatorInnen,Veranstalter, Organisationen)
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Ferienlager für Kinder und Jugendliche (Angebote in den Kantonen Baselland, Aargau und Bern)

Projekte

Die Fachstelle für Suchtprävention führt unter dem Label "talk about" Sensibilisierungsprojekte und Präventionsmassnahmen im Bereich Alkohol und Konsumverhalten im ganzen Kanton Solothurn durch. Diese richten sich an Jugendliche/junge Erwachsene und ihre Bezugspersonen.

Roundabout

Ein Streetdance- Tanzprojekt für junge Frauen

Power on

Ein Sensibilisierungsprojekt in Zusammenarbeit mit den Gewerbeschulen zum Thema Konsumverhalten

Blue Cocktail Bar

Ein attraktives, alkoholfreies Barangebot für jeden Event

Be my angel tonight

Ein Sensibilisierungsprojekt für junge Fahrzeuglenker. Der Schutzengel unterschreibt, dass er während des Ausgangs keinen Alkohol trinkt und bringt so seine Kumpels sicher nach Hause

Poinzz

Poinzz belohnt genuss- und verantwortungsvolles Konsumverhalten im Umgang mit Alkohol bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen

Time:out

Das Projekt ruft Menschen jeden Alters auf, befristet (sechs Wochen oder kürzer) auf ein gesundheitsschädigendes Verhalten oder Suchtmittel zu verzichten bzw. Alltagsgewohnheiten zu durchbrechen und zu reflektieren

Je nach Art der Leistung erfolgt die Erbringung kostenlos oder mit Verrechnung gemäss unserer Preisliste.

Die Leistungen werden grundsätzlich im Kanton Solothurn erbracht, bei Anfragen und nach Möglichkeit auch ausserkantonal.

Ziele

  • Informieren, Sensibilisieren und Fördern der Auseinandersetzung zu Themen rund um Gesundheit und Sucht
  • Empowerment: Stärken von individuellen Ressourcen
  • Fördern von Selbst- und Sozialkompetenz, insbesondere in Zusammenhang mit Konsumverhalten
  • Aufzeigen und Ermöglichen von Alternativen zum Suchtmittelkonsum und -missbrauch
  • Unterstützen des Aufbaus von gesundheitsfördernende Lebenswelten

Zielgruppen

Bei den Zielgruppen wird zwischen den Wirkungszielgruppen einerseits und MediatorInnen respektive MultiplikatorInnen andererseits unterschieden.

Wirkungszielgruppen

Der Schwerpunkt bilden Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit und ohne risikoreiches Konsumverhalten.

Weiter zählen Menschen in allen Lebenslagen, insbesondere Veranstalter und BesucherInnen von Veranstaltungen mit hohem Suchtmittelangebot zur Wirkungszielgruppe.

MediatorInnen und/oder MultiplikatorInnen

= Eltern, Lehrkräfte, Jugendarbeitende

  • Menschen, die im freiwilligen oder professionellen Rahmen mit Jugendlichen arbeiten
  • Verantwortliche von Veranstaltungen
  • Schlüsselpersonen im Freizeitbereich
  • Organisationen, Vereine, Kirchgemeinden, Behörden

Fachliche Grundsätze

In die Arbeit der Fachstelle werden alle drei Faktoren der Suchtentstehung mit einbezogen: der Mensch, das Umfeld und die Suchtmittel. Im Mittelpunkt des Handelns steht immer der Mensch; für ihn und mit ihm gestaltet sich die Suche nach Ressourcen und Lösungen. Das Konzept der Salutogenese hat einen wichtigen Stellenwert in der Facharbeit, sie orientiert sich am Schutz und an der Erhaltung der Gesundheit.

Die Fachstelle arbeitet mit Systemen:

Gesellschaft, Behörden, Schule, Kirche, Freizeit, Familie.

Vernetzung hat einen hohen Stellenwert.

Das fachliche Handeln soll wirkungsorientiert sein, Reflexion und Evaluation sind dabei feste Bestandteile.

Die Arbeit der Fachstelle ist nicht abstinenzorientiert. Die meisten Angebote sind suchtmittelunspezifisch. Das Know-How im suchtmittelspezifischen Bereich liegt bei den legalen Drogen, insbesondere beim Alkohol.

MitarbeiterInnen

Die MitarbeiterInnen der Fachstelle für Suchtprävention verfügen über eine dem Einsatzbereich entsprechende Ausbildung. Ihre Fachkompetenz wird durch Supervision, Intervision und Weiterbildung unterstützt und erweitert.

Freiwillige MitarbeiterInnen leisten einen wesentlichen Beitrag zur Gewährleistung der Angebote. Sie werden in ihren Tätigkeitsbereich eingeführt und darin begleitet.

Grundwerte und Menschenbild

Unser Welt- und Menschenbild basiert auf christlichen Grundwerten. Der Umgang mit Menschen ist geprägt von Wertschätzung, Respekt und Anerkennung, unabhängig ihrer Herkunft und religiösen Überzeugung.

Qualitätssicherung

Die Qualität der Angebote wird durch folgende Instrumente sichergestellt:

  • Evaluation von Basisdiensten und Projekten
  • Supervision und Intervision
  • Aus- und Weiterbildung
  • Quartals-, Halbjahres- und Jahresreporting
  • MitarbeiterInnen- und Teambesprechungen
  • Leistungs- und Arbeitszeiterfassung

Trägerschaft

Die Fachstelle für Suchtprävention ist Teil des Blauen Kreuzes- Prävention + Gesundheitsförderung. Dieses ist ein schweizerisch und international tätiges Hilfswerk spezialisiert im Alkoholbereich.

Finanzierung

Wir sind auf öffentliche und private Gelder angewiesen, um unseren Auftrag zu erfüllen.

  • Mit dem Amt für soziale Sicherheit Solothurn besteht eine Leistungsvereinbarung
  • In Kirchenkreisen findet unser Angebot ebenfalls eine grosse Anerkennung
  • Spenderinnen und Spender ermöglichen uns, innovativ zu handeln und effiziente Hilfe bei neuen Herausforderungen anzubieten.
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